3.1 Grundlagen
Eine Funktion ist eine Vorschrift, die jeder Zahl aus einer Definitionsmenge genau eine Zahl in der Wertemenge zuordnet. Hier lernst du die zentralen Begriffe — Zuordnung, Funktionsgleichung, Wertetabelle, Graph — und übst die Notationen, die in allen folgenden Funktionstypen wiederkehren.
- reelle Funktionen als Zuordnung/Abbildung zwischen der reellen Definitionsmenge \(D\) und der reellen Wertemenge \(W\) verstehen und erläutern
- mit Funktionen beschreiben, wie sich Änderungen einer Grösse auf eine abhängige Grösse auswirken und damit auch den Zusammenhang als Ganzes erfassen
- reelle Funktionen verbal, tabellarisch, grafisch (in kartesischen Koordinaten) und analytisch mit beliebigen Symbolen für Argumente und Werte lesen, schreiben und interpretieren
- Funktionsgleichung, Wertetabelle und Graph kontextspezifisch anwenden
- reelle Funktionen \(f : D \longrightarrow W\) in verschiedenen Notationen lesen und schreiben (Zuordnungsvorschrift \(x \longmapsto f(x)\), Funktionsgleichung \(f : D \longrightarrow W\) mit \(y = f(x)\), Funktionsterm \(f(x)\))
- Gleichungen mithilfe von Funktionen visualisieren und interpretieren
- Schnittpunkte von Funktionsgraphen grafisch und rechnerisch bestimmen
🎯 Lernziele — das kann ich nach dieser Seite
- Ich kann eine Funktion als eindeutige Zuordnung zwischen Definitionsmenge \(D\) und Wertemenge \(W\) erklären.
- Ich kann Funktionen verbal, tabellarisch, grafisch und analytisch lesen, schreiben und ineinander übersetzen.
- Ich kann die drei Notationen (Zuordnungsvorschrift, Funktionsgleichung, Funktionsterm) unterscheiden und verwenden.
- Ich kann entscheiden, ob eine Zuordnung oder ein Graph eine Funktion ist.
- Ich kann Achsenschnittpunkte und Schnittpunkte zweier Graphen grafisch und rechnerisch bestimmen.
Einstieg — Wasser im Becher
Ein Wasserhahn liefert konstant 3 dl pro Sekunde in einen Becher. Zu jedem Zeitpunkt \(t\) (in Sekunden) gehört genau ein Wert: die Wassermenge \(V\) (in dl) im Becher.
\[ V(t) = 3 \cdot t \]Stelle den Schieberegler unten ein und beobachte, wie zu jedem \(t\) genau ein \(V\) gehört — nie zwei, nie keines. Genau diese Eindeutigkeit ist das Kernstück des Funktionsbegriffs.
Egal welchen Zeitpunkt \(t\) man wählt: es gibt genau einen Wert \(V(t)\). Niemals zwei verschiedene Wassermengen zur selben Zeit. Das ist der Funktionsbegriff in einem Satz: Eine Funktion ordnet jedem \(x\) genau ein \(y\) zu.
Definition
Eine reelle Funktion \(f\) ist eine Zuordnung, die jedem Element \(x\) einer Menge \(D \subseteq \mathbb{R}\) (dem Definitionsmenge) genau einen Wert \(y \in W \subseteq \mathbb{R}\) (dem Wertemenge) zuordnet. Schreibweise:
\[ f : D \longrightarrow W, \qquad x \longmapsto f(x) \]Lies: „\(f\) ist eine Funktion von \(D\) nach \(W\), die jedem \(x\) den Funktionswert \(f(x)\) zuordnet."
Die Variable \(x\) heisst Argument oder unabhängige Variable. Der dazugehörige Wert \(y = f(x)\) heisst Funktionswert oder abhängige Variable.
| Begriff | Symbol | Bedeutung |
|---|---|---|
| Argument | \(x\) | Eingangswert, unabhängig wählbar aus \(D\) |
| Funktionswert | \(f(x), y\) | Resultat der Zuordnung, abhängig von \(x\) |
| Definitionsmenge | \(D\) | Menge aller erlaubten \(x\) |
| Wertemenge | \(W\) | Menge aller tatsächlich auftretenden \(y\) |
| Funktionsterm | \(f(x)\) | Rechenvorschrift, z.B. \(2 \cdot x + 1\) |
| Funktionsgleichung | \(y = f(x)\) | vollständige Schreibweise inkl. Variable |
Für \(f : \mathbb{R} \longrightarrow \mathbb{R}, \; x \longmapsto 2 \cdot x + 1\) ist:
- \(f(0) = 2 \cdot 0 + 1 = 1\)
- \(f(3) = 2 \cdot 3 + 1 = 7\)
- \(f(-2) = 2 \cdot (-2) + 1 = -3\)
Das Argument wird in den Funktionsterm eingesetzt; das Ergebnis ist der Funktionswert.
✏️ Mini-Check — Funktionsbegriff
Eine Funktion \(f\) ordnet jedem \(x \in D\) … zu.
- mehrere \(y\)-Werte
- genau einen \(y\)-Wert
- keinen Wert
Lösung anzeigen
Die Menge \(D\) heisst menge.
Lösung anzeigen
Berechne \(f(2)\) für \(f(x) = 3x - 1\).
Lösung anzeigen
Warum beschreibt die Kreisgleichung \(x^2 + y^2 = 1\) keine Funktion \(y = f(x)\)?
Lösungsweg anzeigen
Vier Darstellungsformen
Eine Funktion kann auf vier verschiedene Arten beschrieben werden — jede macht andere Aspekte sichtbar. Alle vier beschreiben dieselbe Funktion, sofern die Darstellung vollständig ist (Term, verbale Vorschrift, Graph) bzw. die Funktion eindeutig festlegt (eine Wertetabelle allein genügt das im Allgemeinen nicht — sie zeigt nur einzelne Punkte).
| \(t\) | 0 | 1 | 2 | 3 | 4 |
| \(V\) | 0 | 3 | 6 | 9 | 12 |
Verbal: nützlich für Aufgabenstellungen und Modellierung.
Wertetabelle: liefert konkrete Punkte zum Zeichnen oder Rechnen.
Graph: zeigt das qualitative Verhalten (Steigung, Schnittpunkte, Extrema) auf einen Blick.
Term: ist die kompakteste Form und ermöglicht exaktes Rechnen für beliebige \(x\).
Eine Wertetabelle zeigt nur die Werte an den eingetragenen Stellen — was zwischen und ausserhalb dieser Stellen passiert, bleibt offen. Betrachte die Wertetabelle
| \(x\) | 0 | 1 | 2 | 3 |
| \(f(x)\) | 0 | 1 | 4 | 9 |
Die Werte passen zu \(f(x) = x^2\). Sie passen aber auch zu \(h(x) = x^2 + x \cdot (x-1) \cdot (x-2) \cdot (x-3)\) — denn der zusätzliche Term verschwindet an genau \(x = 0, 1, 2, 3\). Probe: \(h(0)=0\), \(h(1)=1\), \(h(2)=4\), \(h(3)=9\) ✓. Trotzdem ist \(h\) keineswegs \(f\): an \(x = 4\) liefert \(f\) den Wert 16, \(h\) hingegen 40. Es gibt unendlich viele Funktionen mit derselben Wertetabelle — man kann beliebige Terme hinzufügen, die an den Tabellenstellen verschwinden.
Beide Graphen gehen durch die vier Tabellenpunkte (rot). Dazwischen weicht \(h\) um bis zu 1 von \(f\) ab, ausserhalb der Tabelle immer stärker.
Konsequenz: Eine Wertetabelle allein bestimmt eine Funktion nur, wenn der Funktionstyp (z.B. „lineare Funktion") vorgegeben ist. Verbale Vorschrift, Graph und Funktionsterm sind in dem Sinn vollständiger — sie legen den Wert für jedes \(x\) in der Definitionsmenge fest.
Drei Schreibweisen für dieselbe Funktion
In Lehrmitteln und Aufgaben begegnen drei gleichwertige Schreibweisen. Bei der Berufsmaturität muss die Vollform-Schreibweise mit Definitions- und Wertemenge beherrscht werden.
| Form | Schreibweise | Bemerkung |
|---|---|---|
| Zuordnungsvorschrift | \(x \longmapsto 2 \cdot x + 1\) | betont die Abbildung „\(x\) wird abgebildet auf …" |
| Funktionsgleichung | \(y = 2 \cdot x + 1\) | übliche Form für Schule und Anwendung |
| Vollform mit \(D, W\) | \(f : \mathbb{R} \longrightarrow \mathbb{R}, \; x \longmapsto 2 \cdot x + 1\) | vollständig — inkl. Definitions- und Zielmenge* |
* Die Menge hinter dem Pfeil (\(\mathbb{R}\)) ist die Zielmenge — der Vorrat an \(y\)-Werten, aus dem die Funktion schöpfen darf. Die Wertemenge \(W\) ist die Teilmenge davon, die tatsächlich angenommen wird. Für \(f(x)=2x+1\) fallen beide zusammen (\(W = \mathbb{R}\)); im Allgemeinen ist \(W\) echt kleiner als die Zielmenge.
Definitions- und Wertemenge
Nicht jede Rechenvorschrift ist für jedes \(x\) sinnvoll. Beispiele für Einschränkungen:
| Funktion | Einschränkung | Definitionsmenge |
|---|---|---|
| \(f(x) = 2 \cdot x + 1\) | keine | \(D = \mathbb{R}\) |
| \(f(x) = \dfrac{1}{x}\) | Nenner darf nicht 0 sein | \(D = \mathbb{R} \setminus \{0\}\) |
| \(f(x) = \sqrt{x}\) | Radikand muss \(\geq 0\) sein | \(D = \mathbb{R}_{\geq 0} = [0; \infty[\) |
| \(f(x) = x^2\) | keine | \(D = \mathbb{R},\; W = \mathbb{R}_{\geq 0}\) (\(y\) nie negativ) |
Bei Anwendungsaufgaben ist \(D\) oft kleiner als der mathematisch mögliche Bereich. Beispiel: \(V(t) = 3 \cdot t\) ist mathematisch für alle \(t \in \mathbb{R}\) definiert — physikalisch ergibt aber nur \(t \geq 0\) Sinn (negative Zeit?). Die Definitionsmenge der Anwendung lautet daher z.B. \(D = [0\,\text{s};\, T_{\max}]\), wobei \(T_{\max}\) durch das Becherfassungsvermögen begrenzt ist.
✏️ Mini-Check — Notationen, D und W
\(x \mapsto f(x)\) heisst …
- Funktionsterm
- Zuordnungsvorschrift
- Wertetabelle
Lösung anzeigen
Die Menge \(W\) heisst menge.
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Bestimme die Definitionsmenge von \(f(x) = \sqrt{x}\).
Lösung anzeigen
Bestimme die Definitionsmenge von \(f(x) = \dfrac{1}{x - 2}\).
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Funktion oder keine Funktion?
Der Schlüssel ist die Eindeutigkeit: jedes \(x \in D\) hat genau einen \(y\)-Wert. Geometrisch lässt sich das mit dem Vertikaltest (auch Senkrechten- oder Vertikallinientest genannt) prüfen: schiebt man gedanklich eine senkrechte Gerade über den Graphen, darf sie ihn an jeder Stelle höchstens einmal schneiden.
Eine Kurve im Koordinatensystem ist genau dann der Graph einer Funktion, wenn jede zur \(y\)-Achse parallele Gerade die Kurve höchstens in einem Punkt schneidet.
Die folgenden vier Kurven sollst du als Funktion oder Nicht-Funktion einordnen. Klicke unter jedem Bild auf den Knopf, der deine Vermutung trägt.
✏️ Mini-Check — Funktion oder nicht?
Ein Graph gehört zu einer Funktion, wenn jede senkrechte Gerade ihn …
- höchstens einmal schneidet
- mindestens zweimal schneidet
- nie schneidet
Lösung anzeigen
Die senkrechte Gerade \(x = 3\) ist Funktion.
Lösung anzeigen
Eine Wertetabelle enthält die Zeilen \(x = 1 \to y = 2\) und \(x = 1 \to y = 5\). Funktion?
Lösung anzeigen
Ist \(y^2 = x\) eine Funktion \(y = f(x)\)? Und \(y = \sqrt{x}\)?
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Schnittpunkte mit den Koordinatenachsen
Zwei besondere Punkte interessieren bei jedem Funktionsgraphen: der Schnitt mit der \(y\)-Achse und die Schnitte mit der \(x\)-Achse. Wir betrachten zwei Beispiele unterschiedlicher Funktionsart.
y-Achsenabschnitt (Schnitt mit \(y\)-Achse, dort gilt \(x = 0\)):
\[ y_0 = f(0) = 2 \cdot 0 - 6 = -6 \]Punkt: \((0 \mid -6)\).
Nullstelle (Schnitt mit \(x\)-Achse, dort gilt \(y = 0\)):
\[ f(x) = 0 \;\Longrightarrow\; 2 \cdot x - 6 = 0 \;\Longrightarrow\; 2 \cdot x = 6 \;\Longrightarrow\; x = 3 \]Punkt: \((3 \mid 0)\).
y-Achsenabschnitt:
\[ y_0 = g(0) = 0^2 - 4 = -4 \]Punkt: \((0 \mid -4)\).
Nullstellen — eine Funktion kann mehr als eine haben:
\[ g(x) = 0 \;\Longrightarrow\; x^2 - 4 = 0 \;\Longrightarrow\; x^2 = 4 \;\Longrightarrow\; x = \pm 2 \]Zwei Nullstellen: \((-2 \mid 0)\) und \((2 \mid 0)\).
Bemerkung: Eine Funktion hat höchstens einen y-Achsenabschnitt (\(x = 0\) ist eine einzige Stelle), aber sie kann keine, eine oder mehrere Nullstellen haben.
- y-Achsenabschnitt: Setze \(x = 0\) in den Funktionsterm ein und berechne \(y_0 = f(0)\).
- Nullstellen: Setze \(f(x) = 0\) und löse die entstandene Gleichung nach \(x\) auf.
- Schreibe die Schnittpunkte als Koordinatenpaare \((0 \mid f(0))\) bzw. \((x_0 \mid 0)\).
Stelle die Parameter \(a\) und \(b\) ein und beobachte, wie sich y-Achsenabschnitt und Nullstelle der Geraden \(f(x) = a \cdot x + b\) verändern:
Eine quadratische Funktion in Scheitelform \(g(x) = (x - u)^2 + v\) hat — je nach Lage des Scheitels — keine, eine oder zwei Nullstellen. Verschiebe die Parabel und beobachte:
Schnittpunkte zweier Funktionsgraphen
Zwei Funktionen \(f\) und \(g\) schneiden sich in einem Punkt \(S\), wenn ihre Funktionswerte dort übereinstimmen: \(f(x) = g(x)\). Diese Bedingung ist eine Gleichung in \(x\) und liefert die \(x\)-Koordinate(n) des Schnittpunkts. Die \(y\)-Koordinate ergibt sich durch Einsetzen in eine der beiden Funktionen.
Gegeben: \(f(x) = 2 \cdot x - 4\) und \(g(x) = -x + 5\).
Gleichsetzen: \(2 \cdot x - 4 = -x + 5\)
Auflösen: \(3 \cdot x = 9 \;\Longrightarrow\; x_S = 3\)
\(y\)-Koordinate: \(y_S = f(3) = 2 \cdot 3 - 4 = 2\) (Probe mit \(g\): \(g(3) = -3 + 5 = 2\) ✓)
Schnittpunkt: \(S(3 \mid 2)\)
Gegeben: \(f(x) = x + 1\) und \(g(x) = x^2 - 1\).
Gleichsetzen: \(x + 1 = x^2 - 1\)
Umstellen: \(x^2 - x - 2 = 0\)
Mitternachtsformel oder Faktorisieren: \(x^2 - x - 2 = (x - 2)(x + 1) = 0 \;\Longrightarrow\; x_1 = 2,\; x_2 = -1\)
\(y\)-Koordinaten: \(y_1 = f(2) = 3\), \(y_2 = f(-1) = 0\). Probe: \(g(2) = 3\) ✓, \(g(-1) = 0\) ✓.
Zwei Schnittpunkte: \(S_1(2 \mid 3)\) und \(S_2(-1 \mid 0)\).
Bemerkung: Beim Schnitt zweier Funktionen unterschiedlichen Grades können mehrere Schnittpunkte auftreten.
- Funktionsterme gleichsetzen: \(f(x) = g(x)\).
- Resultierende Gleichung nach \(x\) auflösen → \(x_S\) (es können mehrere Lösungen entstehen).
- Jedes \(x_S\) in eine der Funktionen einsetzen → \(y_S\).
- Andere Funktion als Probe verwenden.
Verschiebe die Gerade \(f(x) = m \cdot x + b\) und beobachte, wie sich Anzahl und Lage der Schnittpunkte mit der festen Parabel \(g(x) = x^2\) verändern. Die Schnittbedingung \(m \cdot x + b = x^2\) ergibt eine quadratische Gleichung — die Diskriminante entscheidet:
Die Notation \(f(3) = 5\) bedeutet: das Argument ist \(x = 3\), der Funktionswert ist \(y = 5\). Im Punkt \((3 \mid 5)\) auf dem Graphen. Wer das vertauscht (\(x = 5\), \(y = 3\)), liest den Punkt falsch ab und kommt bei jeder Folgeaufgabe auf falsche Resultate. Eselsbrücke: was in der Klammer steht, geht in die Funktion hinein.
Für „Schnittpunkt von \(f\) und \(g\)" reicht eine Gleichung: \(f(x) = g(x)\). Das ergibt die \(x\)-Koordinate des Schnittpunkts. Den \(y\)-Wert bekommst du, indem du diese \(x\)-Lösung in irgendeine der beiden Funktionen einsetzt — beide Funktionen liefern denselben Wert, weil sie sich ja genau dort schneiden. Diese Doppelprobe (\(x\)-Lösung in \(f\) und in \(g\) einsetzen, beide Werte vergleichen) ist die einfachste Probe, die du dir vorstellen kannst.
✏️ Mini-Check — Achsenschnitte und Schnittpunkte
Den Schnittpunkt mit der \(y\)-Achse findet man über …
- \(f(0)\)
- \(f(x) = 0\)
- \(x = y\)
Lösung anzeigen
Nullstellen bestimmt man mit dem Ansatz \(f(x) =\) .
Lösung anzeigen
Bestimme Nullstelle und \(y\)-Achsenabschnitt von \(f(x) = 2x - 4\).
Lösung anzeigen
Berechne den Schnittpunkt von \(f(x) = 2x - 4\) und \(g(x) = -x + 5\).
Lösungsweg anzeigen
Aufgaben
Gegeben: \(f(x) = -3 \cdot x + 5\). Berechne die fehlenden Werte:
\(f(0) = -3 \cdot 0 + 5 = 5\), \(f(2) = -3 \cdot 2 + 5 = -1\),
\(f(-1) = -3 \cdot (-1) + 5 = 8\), \(f(\tfrac{5}{3}) = -3 \cdot \tfrac{5}{3} + 5 = -5 + 5 = 0\).
Beobachtung: \(f(\tfrac{5}{3}) = 0\) — die Stelle \(x = \tfrac{5}{3}\) ist also die Nullstelle.
Gib den grösstmöglichen reellen Definitionsmenge \(D\) jeder Funktion an.
- \(f(x) = \dfrac{4}{x - 3}\)
- \(g(x) = \sqrt{x + 5}\)
- \(h(x) = \dfrac{1}{\sqrt{x}}\) Vertiefung
- \(k(x) = x^2 - 7\)
- Nenner \(\neq 0\): \(x \neq 3\). \(D = \mathbb{R} \setminus \{3\}\).
- Radikand \(\geq 0\): \(x + 5 \geq 0 \Longrightarrow x \geq -5\). \(D = [-5; \infty[\).
- Wurzel-Radikand \(\geq 0\) und Nenner \(\neq 0\): \(x > 0\). \(D = ]0; \infty[\).
- Keine Einschränkung. \(D = \mathbb{R}\).
Welche der folgenden Aussagen sind richtig? Klicke pro Aussage auf ✓ oder ✗.
- Falsch. Senkrechte Geraden sind keine Funktionen — siehe 2.
- Richtig. Bei \(x = 2\) gibt es unendlich viele \(y\)-Werte, also keine Eindeutigkeit.
- Falsch. Ein Kreis hat zu jedem \(x\) im Innern zwei \(y\)-Werte (oben und unten). Vertikaltest schlägt fehl.
- Richtig. Quadratische Funktionen sind eindeutig.
Gegeben: \(f(x) = -2 \cdot x + 8\). Bestimme:
y-Achsenabschnitt: \(f(0) = -2 \cdot 0 + 8 = 8\). Punkt \((0 \mid 8)\).
Nullstelle: \(-2 \cdot x + 8 = 0 \Longrightarrow x = 4\). Punkt \((4 \mid 0)\).
Berechne den Schnittpunkt \(S\) der Funktionsgraphen \(f(x) = x + 2\) und \(g(x) = -2 \cdot x + 8\).
Gleichsetzen: \(x + 2 = -2 \cdot x + 8 \Longrightarrow 3 \cdot x = 6 \Longrightarrow x_S = 2\).
\(y_S = f(2) = 2 + 2 = 4\). Probe: \(g(2) = -4 + 8 = 4\) ✓. \(S(2 \mid 4)\).
Ein Tank enthält 200 L Wasser. Pro Minute fliessen 8 L ab.
- Stelle die Funktion \(V(t)\) (Wassermenge in L, \(t\) in min) auf.
- Was bedeuten die Achsenschnittpunkte in der Sachsituation?
- Wie lange ist die Funktion sinnvoll definiert?
- \(V(t) = 200 - 8 \cdot t\). Mit \(t\) in min, \(V\) in L.
- y-Achsenabschnitt \(V(0) = 200\): Anfangsfüllung. Nullstelle \(V(t) = 0 \Longrightarrow t = 25\): nach 25 min ist der Tank leer.
- Sachlich: \(D = [0\,\text{min};\, 25\,\text{min}]\). Mathematisch wäre \(D = \mathbb{R}\), aber für \(t < 0\) und \(t > 25\) macht das Modell physikalisch keinen Sinn (negative Zeit, negative Wassermenge).
Bei \(t = 25\) ist \(V(25) = 0\) — der Tank ist gerade leer. Mathematisch ist \(0\) ein zulässiger Wassermengen-Wert; deshalb wird \(t = 25\) typischerweise eingeschlossen: \(D = [0;25]\). Wer das Modell streng als „Wasser fliesst ab" liest, könnte \(t = 25\) ausschliessen (\(D = [0;25[\)), weil nach diesem Zeitpunkt nichts mehr abfliesst. Beide Konventionen sind verteidigbar — wichtig ist, die Entscheidung im Sachzusammenhang zu begründen. Im Zweifel: geschlossen, wenn der Randwert physikalisch erreichbar ist.
Zwei Mobilfunkanbieter bieten Datentarife für \(g\) Gigabyte:
- Anbieter A: \(P_A(g) = 5\cdot g + 10\) (CHF)
- Anbieter B: \(P_B(g) = 2\cdot g + 25\) (CHF)
- Bestimme den Schnittpunkt der beiden Funktionen rechnerisch und interpretiere ihn im Sachzusammenhang.
- Welcher Anbieter ist bei einem Verbrauch von 3 GB günstiger? Welcher bei 10 GB?
- Beschreibe in einem Satz, in welchem Verbrauchsbereich welcher Anbieter günstiger ist.
- Schnittpunkt: \(P_A(g) = P_B(g) \Rightarrow 5g + 10 = 2g + 25 \Rightarrow 3g = 15 \Rightarrow g = 5\). Preis bei diesem Verbrauch: \(P_A(5) = 35 = P_B(5)\). Interpretation: bei \(5\,\text{GB}\) kosten beide Anbieter gleich viel (35 CHF).
- Bei \(3\,\text{GB}\): \(P_A = 25\), \(P_B = 31\) → A ist günstiger. Bei \(10\,\text{GB}\): \(P_A = 60\), \(P_B = 45\) → B ist günstiger.
- Bei einem Datenverbrauch unter 5 GB ist A günstiger, über 5 GB ist B günstiger; bei genau 5 GB sind beide gleich teuer. ↗ 3.2
Zusammenfassung
Eine Funktion ordnet jedem Argument genau einen Funktionswert zu. Die Wahl von Definitions- und Wertemenge ist Teil der Funktion — bei Anwendungsaufgaben oft enger als der mathematisch mögliche Bereich.
| Konzept | Symbol/Schreibweise | Zentrale Aussage |
|---|---|---|
| Funktion | \(f : D \to W,\; x \mapsto f(x)\) | jedes \(x\) hat genau ein \(y\) |
| Argument · Wert | \(x\) → \(f(x) = y\) | unabhängig · abhängig |
| Definitionsmenge | \(D\) | erlaubte \(x\)-Werte |
| Wertemenge | \(W\) | tatsächlich auftretende \(y\) |
| Vier Darstellungen | verbal · Tabelle · Graph · Term | beschreiben dieselbe Funktion, wenn die Darstellung vollständig bzw. eindeutig ist |
| Vertikaltest | jede Senkrechte schneidet höchstens einmal | geometrisches Funktionskriterium |
| y-Achsenabschnitt | \(y_0 = f(0)\) | Schnitt mit \(y\)-Achse |
| Nullstelle | \(f(x) = 0\) | Schnitt mit \(x\)-Achse |
| Schnittpunkt zweier Funktionen | \(f(x) = g(x)\) | gleichsetzen, dann auflösen |
Mit den Grundbegriffen aus diesem Kapitel hast du das Fundament — jetzt geht es um die zwei zentralen Funktionsfamilien des Grundlagenfachs:
| Thema | Form | Was du dort lernst |
|---|---|---|
| ↗ 3.2 Lineare Funktionen | \(f(x) = m\cdot x + b\) | Steigung, Achsenabschnitt, Gleichung aus Graph/zwei Punkten aufstellen |
| ↗ 3.3 Quadratische Funktionen | \(f(x) = a\cdot x^2 + b\cdot x + c\) | Parabel-Formen, Scheitelpunkt, Nullstellen, Extremwertaufgaben |
Clips
Clips zu den Animationen — was jede Animation zeigt
Transkripte — der gesprochene Text zum Mitlesen
Wasser im Becher: zu jedem t genau ein V
- 0:00Ein Hahn füllt drei Deziliter pro Sekunde in einen Becher. Wie viele Füllstände gehören zu einem einzigen Zeitpunkt?
- 0:09Nach drei Sekunden sind neun Deziliter im Becher. Im Graphen gehört dazu genau ein Punkt.
- 0:19Nach acht Sekunden sind es vierundzwanzig Deziliter. Welches t du auch wählst: Es gibt immer genau einen Füllstand, nie zwei.
- 0:28Und rückwärts? Fünfzehn Deziliter sind es nur nach fünf Sekunden, denn der Becher wird stetig voller.
- 0:38Merke: Eine Funktion ordnet jedem t genau ein V zu. Die Umkehrung muss nicht eindeutig sein; hier ist sie es nur, weil der Becher stetig voller wird.
Vier Darstellungen: die Tabelle ist nur eine Stichprobe
- 0:00Die Animation zeigt dieselbe Funktion viermal: in Worten, als Tabelle, als Graph und als Term. Legen alle vier die Funktion ganz fest?
- 0:09Verfolge t gleich drei. Das Dreifache ist neun: Die Tabelle zeigt neun, im Graphen liegt der Punkt drei und neun, und der Term rechnet drei mal drei.
- 0:19Zwischen den Tabellenpunkten läuft der Graph weiter. Für t gleich zwei Komma fünf liefert der Term sieben Komma fünf. Die Tabelle hat dafür keine Spalte.
- 0:29Der Kasten darunter zeigt die Folge: f und h gehen durch dieselben vier Tabellenpunkte. Bei x gleich vier liefert f aber sechzehn und h vierzig.
- 0:38Merke: Worte, Graph und Term legen den Wert für jedes t fest. Die Tabelle zeigt nur einzelne Stellen: Sie ist eine Stichprobe, keine Vorschrift.
Vertikaltest: eine Stelle mit zwei Treffern genügt
- 0:00Im Vertikaltest schiebst du eine senkrechte Gerade über eine Kurve, hier über einen Kreis. Kann er den Test bestehen?
- 0:09Bei x gleich eins trifft die Testgerade den Kreis zweimal, bei y ungefähr plus und minus zwei Komma acht drei. Ein x, zwei y-Werte.
- 0:19Bei x gleich drei gibt es nur einen Treffer. Das rettet den Kreis nicht: Die Stelle x gleich eins mit zwei Treffern bleibt.
- 0:29Bei x gleich vier trifft die Gerade gar nicht. Das ist harmlos: Dieses x gehört einfach nicht zur Definitionsmenge.
- 0:38Merke: Für eine Funktion darf jede Testgerade höchstens einmal treffen. Eine einzige Stelle mit zwei Treffern genügt, und es ist keine Funktion.
Selbsttest: Eindeutigkeit zählt, nicht die Form
- 0:00Im Selbsttest entscheidest du bei vier Kurven: Funktion oder keine? Das Werkzeug ist wieder die senkrechte Testgerade.
- 0:09Gerade und Parabel bestehen: Jede senkrechte Gerade trifft sie höchstens einmal. Dass die Parabel gebogen ist, spielt keine Rolle.
- 0:18Der Kreis scheitert. Eine Senkrechte durch sein Inneres trifft ihn oben und unten, also zweimal.
- 0:26Auch die liegende Parabel scheitert: Zu x gleich null gehören zwei y-Werte, plus und minus zwei. Es ist dieselbe Parabelform wie bei B, nur gedreht.
- 0:36Merke: Ob eine Kurve eine Funktion ist, entscheidet nicht ihre Form, sondern ob jedes x höchstens einen y-Wert hat. Die Testgerade prüft genau das.
Achsenschnitte: x = 0 einsetzen, y = 0 lösen
- 0:00Die Beispiele zeigen eine Gerade und eine Parabel mit ihren Schnittpunkten mit den Achsen. Welche Rechnung liefert welchen Punkt?
- 0:09Auf der y-Achse ist x gleich null: Einsetzen gibt minus sechs. Auf der x-Achse ist y gleich null: Aus zwei x minus sechs gleich null folgt x gleich drei.
- 0:21Bei der Parabel gilt dieselbe Regel. Einsetzen gibt minus vier. Die Gleichung x Quadrat minus vier gleich null hat aber zwei Lösungen: plus und minus zwei.
- 0:31Merke: Der y-Achsenabschnitt ist immer Einsetzen, die Nullstelle immer eine Gleichung lösen. Darum gibt es höchstens einen y-Achsenabschnitt, aber es können mehrere Nullstellen sein.
Gerade: y-Achsenabschnitt fest, Nullstelle wandert
- 0:00In der Animation stellst du a und b einer Geraden ein. Was passiert mit den Achsenschnitten, wenn du nur a veränderst?
- 0:09Mit a gleich zwei und b gleich minus vier schneidet die Gerade die y-Achse bei minus vier, also bei b. Die Nullstelle liegt bei minus b durch a, also bei zwei.
- 0:20Jetzt nur a auf eins. Der y-Achsenabschnitt bleibt minus vier. Die Gerade wird flacher, und die Nullstelle wandert nach rechts auf vier.
- 0:30Mit a gleich null ist die Gerade waagrecht. Sie trifft die x-Achse nie: Es gibt keine Nullstelle.
- 0:39Merke: Der y-Achsenabschnitt ist immer b, egal wie steil die Gerade ist. Die Nullstelle liegt bei minus b durch a, aber nur für a ungleich null.
Parabel: das Vorzeichen von v zählt die Nullstellen
- 0:00Die Parabel hat ihren Scheitel bei u und v und ist nach oben geöffnet. Was entscheidet, wie viele Nullstellen sie hat?
- 0:09Mit v gleich minus zwei liegt der Scheitel unter der x-Achse. Die Parabel schneidet sie zweimal, bei ungefähr minus null Komma vier eins und zwei Komma vier eins.
- 0:20Mit v gleich null liegt der Scheitel genau auf der x-Achse. Die Parabel berührt sie nur dort: genau eine Nullstelle, bei x gleich eins.
- 0:29Mit v gleich plus zwei liegt der Scheitel über der x-Achse. Ein Quadrat plus zwei ist mindestens zwei und wird nie null: keine Nullstelle.
- 0:39Merke: Bei der nach oben geöffneten Parabel entscheidet das Vorzeichen von v. Negativ: zwei Nullstellen, null: eine, positiv: keine. u verschiebt die Parabel nur waagrecht.
Schnittpunkte: gleicher Wert an derselben Stelle
- 0:00Die Beispiele zeigen zwei Graphen, die sich schneiden. Welche Gleichung liefert die Schnittpunkte?
- 0:09Im Schnittpunkt haben beide Funktionen denselben Wert. Also gleichsetzen: zwei x minus vier gleich minus x plus fünf gibt x gleich drei. Beide liefern dort zwei.
- 0:20Bei Gerade und Parabel gibt das Gleichsetzen die quadratische Gleichung x Quadrat minus x minus zwei gleich null. Sie hat zwei Lösungen, zwei und minus eins: zwei Schnittpunkte.
- 0:31Merke: Schnittpunkte findest du immer mit f von x gleich g von x. So viele Lösungen, so viele Schnittpunkte: bei zwei verschiedenen Geraden höchstens einer, bei Gerade und Parabel bis zu zwei.
Gerade und Parabel: die Diskriminante zählt die Schnittpunkte
- 0:00Eine Gerade mit Steigung m und Achsenabschnitt b trifft die Parabel x Quadrat. Wie viele Schnittpunkte gibt es?
- 0:09Aus m x plus b gleich x Quadrat wird x Quadrat minus m x minus b gleich null. Mit m gleich zwei und b gleich eins ist die Diskriminante acht, also positiv: zwei Schnittpunkte.
- 0:22Jetzt b gleich minus eins. Die Diskriminante ist null: Die Gerade berührt die Parabel nur im Punkt eins, eins. Sie ist eine Tangente.
- 0:32Mit b gleich minus zwei wird die Diskriminante minus vier. Negativ heisst: Die Gerade verfehlt die Parabel, kein Schnittpunkt.
- 0:41Merke: Die Schnittpunkte erfüllen x Quadrat minus m x minus b gleich null. Die Diskriminante m Quadrat plus vier b entscheidet: positiv zwei Schnittpunkte, null einer, negativ keiner.
Funktionen: was eine Funktion zur Funktion macht
- 0:00Eine Funktion ordnet zu. Aber nicht jede Zuordnung ist eine Funktion — es gibt genau eine Bedingung.
- 0:08Die Bedingung heisst Eindeutigkeit: Zu jedem x aus der Definitionsmenge gehört genau ein y. Nicht keines, nicht zwei — genau eines.
- 0:17Die Zuordnung x auf x hoch zwei ist eine Funktion. Setz ein x ein, und es kommt genau ein Wert heraus. Dass zwei verschiedene x denselben Wert liefern können, stört nicht — verboten ist nur der umgekehrte Fall.
- 0:30Und ein Gegenbeispiel: y Quadrat gleich x. Setz vier ein, dann ist y zwei oder minus zwei — zwei Werte für ein x. Das ist keine Funktion.
- 0:40Am Graphen sieht man es sofort: Lege eine senkrechte Gerade an jede Stelle. Trifft sie den Graphen mehr als einmal, ist es keine Funktion. Das ist die Senkrechten-Probe.
- 0:51Zum Mitnehmen: Eine Funktion darf nicht schwanken. Zu jedem x gehört genau ein y — das ist alles, was es zur Funktion braucht.
Funktionen: Definitionsmenge und Wertemenge
- 0:00Zwei Mengen gehören zu jeder Funktion: die eine sagt, was hinein darf, die andere, was herauskommt.
- 0:08Die Definitionsmenge ist die Menge aller x, die man einsetzen darf. Meistens sind das alle reellen Zahlen — ausser dort, wo etwas verboten ist.
- 0:16Beispiel: eins durch x minus zwei. Der Nenner darf nicht null werden, also ist zwei verboten. D ist R ohne die Zwei.
- 0:26Bei einer Wurzel muss stehen bleiben, was darunter steht: Wurzel aus x minus drei verlangt x grösser gleich drei.
- 0:35Die Wertemenge liest man anders ab — nicht am Term, sondern am Verlauf. Bei x Quadrat kommt nie etwas Negatives heraus, also ist W das Intervall von null bis unendlich.
- 0:46Zum Mitnehmen: D ist der Vorrat, W ist die Ausbeute. D findet man über die Verbote, W über den Verlauf.
Funktionen: Tabelle, Term und Graph sind dasselbe
- 0:00Dieselbe Funktion lässt sich auf drei Arten hinschreiben. Keine ist richtiger als die andere — jede zeigt etwas anderes.
- 0:08Der Term ist die Rechenvorschrift: nimm x, verdopple es, zieh eins ab.
- 0:16Aus dem Term wird die Tabelle: für jedes x den Wert ausrechnen. Bei minus eins ist es minus drei, bei null minus eins, bei eins eins, bei zwei drei.
- 0:26Und aus der Tabelle wird der Graph: jedes Paar ist ein Punkt, die Punkte liegen hier auf einer Geraden.
- 0:32Der Rückweg geht genauso: Aus dem Graphen liest man Punkte ab, aus zwei Punkten bekommt man den Term. Der Kreis schliesst sich.
- 0:40Zum Mitnehmen: Der Term rechnet, die Tabelle zählt auf, der Graph zeigt. Für eine Aufgabe wählt man die Darstellung, die am wenigsten Arbeit macht.
Funktionen: den Funktionswert berechnen
- 0:00Den Funktionswert an einer Stelle zu berechnen heisst: einsetzen. Zwei Stellen muss man dabei auseinanderhalten.
- 0:08Für jedes x in der Vorschrift wird die Zahl geschrieben. Drei zum Quadrat ist neun, minus vier mal drei ist minus zwölf, plus drei. Zusammen null.
- 0:17Und jetzt die Stelle, an der es schiefgeht. f von null ist etwas anderes als f von x gleich null. Das eine ist eine Rechnung, das andere eine Gleichung.
- 0:27Am Graphen sind es zwei verschiedene Stellen: f von null ist der Schnittpunkt mit der y-Achse, f von x gleich null sind die Schnittpunkte mit der x-Achse.
- 0:37Zum Mitnehmen: In der Klammer steht immer das x. Was daneben steht, ist das Ergebnis.
Funktionen: Nullstellen bestimmen
- 0:00Eine Nullstelle ist die Stelle, an der der Graph die x-Achse trifft. Dort ist der Funktionswert null.
- 0:08Das Verfahren ist immer dasselbe: Term gleich null setzen und die Gleichung lösen. Welche Art Gleichung dabei herauskommt, hängt an der Funktion.
- 0:17Ein lineares Beispiel: zwei x minus sechs gleich null. Plus sechs, geteilt durch zwei — x gleich drei.
- 0:26Und ein quadratisches: x Quadrat minus vier gleich null. Das gibt zwei Nullstellen, plus und minus zwei.
- 0:36Zum Mitnehmen: Nullstelle heisst y gleich null, nicht x gleich null. Und gerechnet wird immer über die Gleichung f von x gleich null.
Funktionen: Schnittpunkte zweier Funktionen
- 0:00Zwei Funktionen, ein Schnittpunkt. An dieser Stelle haben beide denselben Wert — genau das ist die Gleichung, die man aufstellt.
- 0:08Also gleichsetzen: zwei x minus eins gleich minus x plus fünf. Alles mit x nach links, den Rest nach rechts.
- 0:18Jetzt fehlt noch das y. Dafür setzt man das x in eine der beiden Funktionen ein — in welche, ist gleichgültig.
- 0:27Der Schnittpunkt ist also S mit den Koordinaten zwei und drei.
- 0:33Zum Mitnehmen: Gleichsetzen gibt das x, Einsetzen gibt das y. Wer nach dem Gleichsetzen aufhört, hat die halbe Antwort.
Funktionen: die Wertetabelle vom Rechner füllen lassen
- 0:00Die Tabelle aus dem Dreieck Term, Tabelle, Graph — bisher hast du sie Zeile für Zeile ausgerechnet. Der Rechner füllt sie in einem Zug, wenn du ihm die Funktion einmal gibst.
- 0:10Die Taste table öffnet ein Menü mit drei Zeilen. Die erste, Add slash Edit Func, ist die Eingabe: Dort steht f von x gleich, und du tippst den Term hin — zwei x minus eins.
- 0:21Danach fragt der Rechner drei Dinge: Start ist die erste Zeile der Tabelle, Step der Abstand zur nächsten, und Auto heisst, dass er von selbst weiterzählt. Start minus eins, Step eins — und da steht genau die Tabelle, die du sonst von Hand gerechnet hast.
- 0:35Trägst du bei g auch etwas ein, stehen beide Spalten nebeneinander. Bei x gleich eins steht in der g-Spalte eine Null — dort hat g eine Nullstelle. Und wo beide Spalten denselben Wert tragen, schneiden sich die zwei Graphen.
- 0:48Nicht jede Stelle liegt auf einem Raster. Stellst du statt Auto auf ask-x, tippst du die x-Werte selber ein und der Rechner ergänzt nur die Funktionswerte — null Komma fünf gibt genau null, hundert gibt hundertneunundneunzig.
- 1:01Und wenn du mitten in einer Rechnung nur einen einzelnen Wert brauchst: table, dann zwei — das setzt f Klammer auf in die Zeile. F von sieben ist dreizehn, ohne den Term ein zweites Mal zu tippen.
- 1:12Die Tabelle zeigt Werte, keine Kurve. Zwischen zwei Zeilen kann alles passieren — die Nullstelle, der Scheitel, der Sprung. Was dazwischen liegt, holt die Rechnung.
Zusatzmaterial
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