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Glossar

Die zentralen mathematischen Begriffe des Lehrmittels — kurz und einheitlich erklärt. Verweise führen zur ausführlichen Behandlung auf der jeweiligen Themenseite.

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A

Ähnlichkeit

Zwei Figuren sind ähnlich, wenn sie dieselbe Form haben: gleiche Winkel, proportionale Seitenlängen. Längen skalieren mit dem Faktor \(k\), Flächen mit \(k^2\).

5.2d Zentrische Streckung und Ähnlichkeit

Äquivalenzumformung

Umformung einer Gleichung, welche die Lösungsmenge unverändert lässt — z.B. beidseitig dieselbe Zahl addieren oder mit einer Zahl \(\neq 0\) multiplizieren. Quadrieren ist keine Äquivalenzumformung.

2.1 Grundlagen Gleichungen

Achsenabschnitt\(b\)

Schnittpunkt eines Graphen mit einer Koordinatenachse. Der \(y\)-Achsenabschnitt ist \(f(0)\); die \(x\)-Achsenabschnitte sind die Nullstellen.

3.2 Lineare Funktionen

B

Betrag\(|x|\)

Abstand einer Zahl von der Null auf der Zahlengeraden; stets \(\geq 0\). Es gilt \(|{-3}|=3\).

1.2 Zahlen und Grundoperationen

Binomische Formeln

Drei Standardformeln zum Ausmultiplizieren und Faktorisieren: \((a+b)^2\), \((a-b)^2\) und \((a+b)(a-b)=a^2-b^2\).

1.3 Grundoperationen mit algebraischen Termen

Bogenmass

Winkelmass über die Bogenlänge am Einheitskreis. Umrechnung: \(180^\circ\;\widehat{=}\;\pi\). Der Vollwinkel misst \(2\pi\).

5.1 Grundlagen Geometrie

Boxplot

Diagramm aus fünf Kennwerten: Minimum, \(Q_1\), Median, \(Q_3\), Maximum. Eignet sich besonders zum Vergleich mehrerer Verteilungen.

4.2 Diagramme

D

Definitionsmenge\(D\)

Menge aller erlaubten Eingabewerte einer Funktion. Bei \(f(x)=\sqrt{x}\) ist \(D=[0;\infty[\), bei einem Bruch sind Nullstellen des Nenners ausgeschlossen.

3.1 Grundlagen Funktionen

Diskriminante\(D=b^2-4ac\)

Term unter der Wurzel der Lösungsformel. \(D>0\): zwei Lösungen, \(D=0\): eine, \(D<0\): keine reelle Lösung.

2.2b Quadratische Gleichungen

Distributivgesetz\(a(b+c)=ab+ac\)

Verteilungsgesetz; Grundlage für Ausmultiplizieren und Ausklammern.

1.1 Grundlagen

E

Einheitskreis

Kreis mit Radius 1 um den Ursprung. Der Kreispunkt zum Winkel \(\alpha\) hat die Koordinaten \(P(\cos\alpha\mid\sin\alpha)\) — so werden die Winkelfunktionen auf beliebige Winkel erweitert.

5.4 Einheitskreis

Extremwert

Höchster oder tiefster Funktionswert. Bei einer quadratischen Funktion liegt er im Scheitelpunkt \(S(u\mid v)\).

3.3 Quadratische Funktionen

F

Faktorisieren

Umwandlung einer Summe in ein Produkt — Umkehrung des Ausmultiplizierens. Werkzeuge: gemeinsamen Faktor ausklammern, binomische Formeln rückwärts, Zweiklammersatz.

1.3 Grundoperationen mit algebraischen Termen

Funktion\(x\mapsto f(x)\)

Eindeutige Zuordnung: jedem \(x\in D\) wird genau ein Wert \(y\in W\) zugewiesen. Test im Graph: jede senkrechte Gerade trifft den Graphen höchstens einmal.

3.1 Grundlagen Funktionen

G

Gleichungssystem

Mehrere Gleichungen mit mehreren Unbekannten, die gleichzeitig erfüllt sein müssen. Eine Lösung eines 2×2-Systems ist ein Zahlenpaar \((x\mid y)\).

2.3 Lineare Gleichungssysteme

Grundgesamtheit

Menge aller Objekte, über die eine statistische Aussage gemacht werden soll. Eine Teilauswahl daraus ist die Stichprobe.

4.1 Grundlagen Datenanalyse

H

Hauptoperation

Die zuletzt ausgeführte Operation eines Terms; sie bestimmt dessen Struktur und steht im Strukturbaum zuoberst.

1.1 Grundlagen

Hierarchie der Operationen

Rechenreihenfolge: Klammer vor Potenz vor Punkt vor Strich; innerhalb einer Stufe von links nach rechts.

1.1 Grundlagen

Histogramm

Säulendiagramm für klassierte (stetige) Daten; die Säulen stehen lückenlos aneinander.

4.2 Diagramme

I

Intervall\([a;b]\), \(\,]a;b[\,\)

Zusammenhängender Abschnitt der Zahlengeraden. Eckige Klammer = Randwert gehört dazu (geschlossen), nach aussen gekehrte Klammer = ausgeschlossen (offen). Schweizer Notation mit Strichpunkt.

1.2 Zahlen und Grundoperationen

Irrationale Zahl

Reelle Zahl, die sich nicht als Bruch ganzer Zahlen schreiben lässt; ihre Dezimaldarstellung ist unendlich und nicht periodisch, z.B. \(\sqrt{2}\) oder \(\pi\).

1.2 Zahlen und Grundoperationen

K

Kongruenz

Deckungsgleichheit zweier Figuren: gleiche Form und gleiche Grösse (Ähnlichkeit mit Streckfaktor \(k=1\)).

5.2a Dreiecke

Korrelation

Statistischer Zusammenhang zweier Merkmale, sichtbar im Streudiagramm. Korrelation belegt keine Kausalität.

4.2 Diagramme

L

Lösungsmenge\(\mathbb{L}\)

Menge aller Werte, welche eine Gleichung oder Ungleichung erfüllen. Mögliche Fälle: eine Lösung, mehrere, keine (\(\mathbb{L}=\emptyset\)) oder unendlich viele.

2.1 Grundlagen Gleichungen

Lineare Funktion\(f(x)=mx+b\)

Funktion, deren Graph eine Gerade ist. \(m\) ist die Steigung, \(b\) der \(y\)-Achsenabschnitt.

3.2 Lineare Funktionen

M

Median\(\tilde{x}\)

Mittlerer Wert der geordneten Datenliste; teilt sie in zwei gleich grosse Hälften. Robust gegen Ausreisser.

4.3 Masszahlen

Mittelwert\(\bar{x}\)

Arithmetisches Mittel: Summe aller Werte geteilt durch ihre Anzahl. Empfindlich gegenüber Ausreissern.

4.3 Masszahlen

Mitternachtsformel\(x_{1,2}=\frac{-b\pm\sqrt{b^2-4ac}}{2a}\)

Lösungsformel der allgemeinen quadratischen Gleichung \(ax^2+bx+c=0\).

2.2b Quadratische Gleichungen

Modus\(\hat{x}\)

Häufigster Wert einer Datenreihe (auch Modalwert). Haben mehrere Werte dieselbe Höchsthäufigkeit, heisst die Verteilung multimodal. Einziges Lagemass, das auch für kategoriale Merkmale wie den Lieblingssport funktioniert.

4.3 Masszahlen

N

Nullstelle

Eingabewert, bei dem eine Funktion den Wert 0 annimmt: \(f(x)=0\). Im Graph der Schnittpunkt mit der \(x\)-Achse.

3.1 Grundlagen Funktionen

P

Parameter

Veränderlicher Koeffizient in einer Gleichung oder Funktion (z.B. \(k\)). Die Parameterdiskussion bestimmt die Lösungsfälle in Abhängigkeit von ihm.

2.2a Lineare Gleichungen

Pi\(\pi\approx 3.14159\)

Kreiszahl: Verhältnis von Umfang zu Durchmesser jedes Kreises. Irrational.

5.2c Kreis und Kreisteile

Pythagoras, Satz des\(a^2+b^2=c^2\)

Im rechtwinkligen Dreieck ist die Summe der Kathetenquadrate gleich dem Hypotenusenquadrat.

5.2a Dreiecke

Q

Quadratische Funktion\(f(x)=ax^2+bx+c\)

Funktion zweiten Grades; ihr Graph ist eine Parabel. Darstellungsformen: Grund-, Scheitel- und Produktform.

3.3 Quadratische Funktionen

Quartilsdifferenz\(Q_3-Q_1\)

Streumass: Breite der mittleren 50 % der Daten. Robuster als die Spannweite.

4.3 Masszahlen

R

Rationale Zahl\(\mathbb{Q}\)

Zahl, die sich als Bruch \(\tfrac{p}{q}\) ganzer Zahlen mit \(q\neq 0\) schreiben lässt. Ihre Dezimaldarstellung bricht ab oder ist periodisch.

1.2 Zahlen und Grundoperationen

S

Scheitelpunkt\(S(u\mid v)\)

Höchster oder tiefster Punkt einer Parabel. Direkt ablesbar aus der Scheitelform \(f(x)=a(x-u)^2+v\).

3.3 Quadratische Funktionen

Standardabweichung\(s\)

Streumass: mittlere Abweichung der Werte vom Mittelwert. Je grösser \(s\), desto breiter streuen die Daten.

4.3 Masszahlen

Steigung\(m=\frac{\Delta y}{\Delta x}\)

Mass für die Neigung einer Geraden: Höhenänderung pro horizontaler Einheit.

3.2 Lineare Funktionen

Strahlensätze

Verhältnisgleichungen an zwei Strahlen aus einem Zentrum, geschnitten von zwei Parallelen. Grundlage vieler Vermessungsaufgaben.

5.2d Zentrische Streckung und Ähnlichkeit

T

Term

Sinnvoller mathematischer Ausdruck aus Zahlen, Variablen und Operationen — ohne Gleichheitszeichen.

1.1 Grundlagen

Trigonometrische Funktionen\(\sin,\cos,\tan\)

Am rechtwinkligen Dreieck als Seitenverhältnisse definiert (GAGA), am Einheitskreis auf beliebige Winkel erweitert.

5.3 Trigonometrische Berechnungen

U

Ungleichung

Aussage mit \(<\), \(\leq\), \(>\) oder \(\geq\) statt \(=\). Beim Multiplizieren oder Dividieren mit einer negativen Zahl kippt das Relationszeichen.

2.2a Lineare Gleichungen

Urliste

Unsortierte Rohdaten einer Erhebung. Durch Sortieren entsteht die geordnete Liste mit Rängen.

4.1 Grundlagen Datenanalyse

V

Vieta, Satz von

Für \(x^2+px+q=0\) gilt \(x_1+x_2=-p\) und \(x_1\cdot x_2=q\). Nützlich zum Faktorisieren und zur Lösungskontrolle.

2.2b Quadratische Gleichungen

Vorzeichenregel

Bei Multiplikation/Division: gleiche Vorzeichen ergeben Plus, verschiedene Minus. Eine ungerade Anzahl Minuszeichen ergibt Minus.

1.2 Zahlen und Grundoperationen

W

Wertemenge\(W\)

Menge aller Werte, die eine Funktion tatsächlich annimmt.

3.1 Grundlagen Funktionen

Wurzel\(\sqrt{a}\)

Die nichtnegative Zahl, deren Quadrat \(a\) ergibt (\(a\geq 0\)). Die Wurzel wirkt wie eine Klammer: \(\sqrt{9+16}=5\), nicht \(3+4\).

1.4 Zehnerpotenzen und Quadratwurzeln

Z

Zentrische Streckung

Abbildung, die jeden Punkt vom Zentrum aus um den Faktor \(k\) streckt. Winkel bleiben erhalten, Längen werden mit \(|k|\) multipliziert; das Bild ist ähnlich zum Original.

5.2d Zentrische Streckung und Ähnlichkeit

Dieses Glossar erklärt Begriffe knapp und einheitlich. Die ausführliche Herleitung samt Animationen findest du jeweils auf der verlinkten Themenseite; die Formeln gesammelt in der Formelsammlung. Für das physikalische Pendant siehe das Glossar von Physik begreifbar.